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Der große Elektroauto-Schwindel

Revue
 
E-Autos sind nicht die Antwort, sie sind keine klimafreundliche Alternative. Ihre Herstellung produzi
 

Sahra Wagenknecht

2. Juli · Ausgabe #107 · Im Browser ansehen
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E-Autos sind nicht die Antwort, sie sind keine klimafreundliche Alternative. Ihre Herstellung produziert viel mehr CO2 als die von Verbrennern und der Abbau von für die Batterien notwendigen Ressourcen zerstört ganze Landstriche. Trotzdem unterstützt die Bundesregierung den Kauf eines Elektroautos mit Tausenden Euros. Man könnte meinen, sie haben ihren Blick nicht auf die Zukunft in diesem Land gerichtet, sondern auf die hübsche grüne Traumlandschaft eines Tesla-Werbeclips. 
Warum E-Autos nicht die Antwort sind und welche Alternativen es gibt für umweltfreundliche Mobilität – darüber spreche ich diese Woche im Video. 
Der Bundestags geht morgen in die Sommerpause – neue Videos gibt es anschließend in ein paar Wochen wieder. Ich wünsche euch so lange einen schönen Sommer und hoffentlich trotz allem die Möglichkeit auf ein wenig Urlaub und Erholung! 

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Bundestagsrede zum Konjunkturprogramm
Noch vor wenigen Wochen bejubelten viele Politiker die Pflegekräfte, die Kassiererinnen, die Paketzusteller. Plötzlich war man sich bewusst, wer wirklich “systemrelevant” ist. Ihre Löhne sollten erhöht und die Arbeitsbedingungen verbessert werden. Große Töne und dann … nichts. Außer ein paar einmaligen Prämien tut die Regierung wenig gegen miese Löhne, Stress und Personalmangel. 
Und sie sind nicht die einzigen, die im diese Woche verabschiedeten großen Konjunkturpaket übergangen werden: Viel Geld wird ausgegeben, wenig kommt bei jenen an, die es am meisten brauchen. 
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Die Mehrwertsteuersenkung alleine kostet rund 20 Milliarden Euro. Nur ein Bruchteil davon – Studien aus anderen Ländern deuten auf etwa 15 Prozent – wird bei den Konsumenten ankommen. Nichts garantiert, dass Konzerne wie Amazon die drei Prozent nicht einfach selbst einstecken. Und wenn die Steuer in einem halben Jahr wieder erhöht wird, kommt sie womöglich noch auf die Preise drauf. So würgt man die Wirtschaft ganz schnell wieder ab. Selbst wo die Preise nun kurzzeitig sinken: Profitieren werden davon vor allem jene, die sich jetzt größere Anschaffungen leisten können. Das sind wohl kaum diejenigen, die in der Krise Einkommen verloren haben oder jetzt um ihren Arbeitsplatz fürchten. Herr Altmaier holt jetzt sogar verlängerte Ladenöffnungszeiten aus der Mottenkiste. Als ob die Uhrzeit und nicht Zukunftsängste und Unsicherheit der Grund sind, der vielen Menschen die Shoppinglaune verdorben hat. Wir brauchen Jobsicherheit, einen höheren Mindestlohn, bessere Renten und mehr Kurzarbeitergeld, um die Kaufkraft zu stärken – und zwar langfristig!
Wenn bald wieder die Schuldenbremse gezogen wird, drohen neue Kürzungen bei Renten, Sozialleistungen, Personal und überfälligen Investitionen. Wir brauchen Investitionen, die zielgenau und klug das Geld dahin leiten, wo es wirklich gebraucht wird. Dahin, wo Zukunftstechnologien, wo Lebensqualität in unserem Land davon abhängen. Das leistet das Paket der Bundesregierung kaum.
Zu Gast bei Markus Lanz – heute Abend im ZDF
Heute Abend spreche ich mit Markus Lanz im ZDF über den Film über mich, der nun wieder in die Kinos kommt und über die derzeitige Wirtschaftspolitik der GroKo sowie meine Vorschläge für Wege aus der Krise. Ab 23:40 Uhr im ZDF:
Markus Lanz vom 2. Juli 2020 - ZDFmediathek
Wieder im Kino: 'Wagenknecht'
Mit der Lockerung der Corona-Einschränkungen können auch viele Kinos wieder öffnen. Es läuft damit auch wieder ein Film der Regisseurin Sandra Kaudelka, die mich zwei Jahre lang begleitete. Alle Termine und Spielstätten:
WAGENKNECHT – ein Film von Sandra Kaudelka
Lockdown: Wirtschaft und Demokratie haben Pause?
Livestream auf YouTube ansehen
Mit dem DGB-Vorsitzenden Reiner Hoffmann und der Philosophin Dr. Svenja Flaßpöhler habe ich über die sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise diskutiert, die Balance von Freiheit und Sicherheit und die Frage „Wer bezahlt die Krise?“ Zur Aufzeichnung des Livestreams auf: YouTube und Facebook
Bild-Talk: „Jetzt reden Vier – Der Talk der Woche"
Mit Charlotte Würdig, Düzen Tekkal und Patricia Platiel sprach ich über politische und gesellschaftliche Themen der Woche. Es ging unter anderem um die Missbrauchs-Fälle in Bergisch Gladbach, die deutsche EU-Ratspräsidentschaft und Urlaub in Coronazeiten:
Bild: Jetzt reden Vier Bild: Jetzt reden Vier
TV-Tipp: Doku über den Kampf gegen Schwarzarbeit
Diese gelungene Dokumentation des Bayrischen Rundfunks möchte ich Euch empfehlen: Darin geht es um Schwarzarbeit, die Ausbeutung von Menschen auf Baustellen und in Hotels, den Betrug am Steuerzahler und wie es das Finanzministerium versäumt, den Zoll zu befähigen, gegen kriminelle Unternehmen vorzugehen:
Reportage: Kampf gegen Schwarzarbeit - teuer und wirkungslos? Reportage: Kampf gegen Schwarzarbeit - teuer und wirkungslos?
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Sahra Wagenknecht. MdB | Platz der Republik 1 | 11011 Berlin | sahra.wagenknecht@bundestag.de