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Die Selbstgerechten - Anstoß zu einer nötigen Debatte

Revue
 
 

Sahra Wagenknecht

15. April · Ausgabe #143 · Im Browser ansehen

Das ist der Newsletter von Sahra Wagenknecht, MdB. Darin informiere ich über sozial- und friedenspolitische Themen – im Bundestag und im ganzen Land. Du erhältst jeden Donnerstag eine Aktionsmail mit Informationen und Vorschlägen zum Mitmachen.


Was ist heute noch links? Was rechts? Viele Menschen wissen es nicht mehr. Sie halten die alten Kategorien für überholt. Nur in einem sind sie sich sicher: Das, was sie an öffentlichen Äußerungen unter dem Label links vernehmen, ist ihnen oft unsympathisch. Und dem Milieu, das sie damit verbinden, misstrauen sie zutiefst. Warum ist das so? Mit dieser Frage beschäftigt sich mein neues Buch über die Selbstgerechten und “Lifestyle-Linken”, die oft als Linksliberale bezeichnet werden - obwohl sie weder links noch liberal sind, sondern zuweilen sehr intolerant und ignorant gegenüber Menschen, die nicht mit dem goldenen Löffel im Mund geboren wurden.
Ich habe das Buch geschrieben, weil ich eine selbstkritische Debatte anstoßen will: Wie kann es sein, dass die Linke in ganz Europa so schwach geworden ist und der gesellschaftliche Zusammenhalt immer mehr zerfällt? Wie kann es sein, dass LINKE und SPD zusammen in Umfragen nur noch auf 25 Prozent der Stimmen kommen - obwohl die Union durch ihr chaotisches Krisenmanagement und ihren endlosen Streit über die Kanzlerkandidatur mehr als lädiert ist? Auf diese Fragen müssen wir eine Antwort finden, wenn ein Politikwechsel gelingen soll.
Ein Video der Woche gibt es heute nicht - dafür bin ich heute zu Gast in der Talkshow von Markus Lanz um 23.15 Uhr im ZDF.

Was ist heute noch links?
Als links galt einmal das Ziel, hart arbeitende Menschen vor Armut, Demütigung und Ausbeutung zu schützen, ihnen Bildungschancen und Aufstiegsmöglichkeiten zu eröffnen, ihr Leben einfacher, geordneter und planbarer zu machen. Doch heute dominiert ein anderer Typus von Linken die öffentlichen Debatten - mehr dazu auf t-online, die einen Auszug aus meinem neuen Buch veröffentlicht haben:
Lifestyle-Linke leben in einer anderen Welt Lifestyle-Linke leben in einer anderen Welt
Corona-Gewinner und Corona-Verlierer
Debatten über korrekte Sprache und Lebensweise werden von vielen als abgehoben wahrgenommen und lenken von wichtigeren Problemen ab. Im Interview mit dem Handelsblatt spreche ich über das katastrophale Corona-Management der Union und warum linke Parteien davon kaum profitieren:
„Die wirklich Reichen haben auch durch Corona gewonnen“ „Die wirklich Reichen haben auch durch Corona gewonnen“
Die Irrtümer der Lifestyle-Linken
Bei der Forderung nach Diversity und Quoten geht es immer um gutbezahlte Jobs für Hochschulabsolventen. Wir haben heute Frauenquoten in Aufsichtsräten und zugleich viel mehr Frauen, die zu Niedriglöhnen arbeiten. Im Focus-Interview spreche ich über eine Lifestyle-Linke, für die Themen wie Hautfarbe und Geschlecht wichtiger sind als Armut und Ausbeutung:
„Sie predigen Verzicht und vergessen eigentliche Probleme“
Die Gesellschaft ändern statt nur die Sprache
Debatten über Denk- und Sprachverbote gehen an den Bedürfnissen der Menschen vorbei. Mein Interview in der NZZ über die Schwäche von linken Parteien und warum wir nicht den Grünen im Kampf um Wählerstimmen der akademischen Mittelschicht nacheifern sollten:
 «In einer Demokratie muss man zur Grundlage nehmen, was die Menschen wollen, und nicht, was einige hippe Weltbürger schön finden» «In einer Demokratie muss man zur Grundlage nehmen, was die Menschen wollen, und nicht, was einige hippe Weltbürger schön finden»
Abgehobene Debatten
Ob bei Flüchtlingen, beim Klima oder der Corona-Politik – es ist kaum noch möglich, rational über eine Lösung von Problemen zu diskutieren. Im Deutschlandfunk kritisiere ich die derzeitige Diskussionskultur, die ich zuweilen als intolerant und abgehoben empfinde.
"Diskussionen über Sprachverbote führen an den Problemen vorbei" "Diskussionen über Sprachverbote führen an den Problemen vorbei"
Gemeinsinn statt Spaltung
Auf den Nachdenkseiten gibt es eine ausführliche Besprechung meines neuen Buches „Die Selbstgerechten“ und der darin geäußerten Kritik am Linksliberalismus, der negative Folgen des globalisierten Kapitalismus für Arbeiter, Angestellte und Rentner ausblendet:
„Die Selbstgerechten“ – Frontalangriff auf die Identitätspolitik „Die Selbstgerechten“ – Frontalangriff auf die Identitätspolitik
Fabio de Masi über Korruption und Lobbyismus
Nicht nur im Fall Wirecard macht mein Kollege Fabio de Masi mit Expertise und sachbezogener Aufklärung von sich reden. In diesem spannenden Interview spricht er über die Käuflichkeit von Politik, unzureichende Regeln gegen Lobbyismus und seine Pläne für die Zukunft:
Korruption und Lobbyismus: "Diät darf nicht das Taschengeld sein"
Deine Zukunft, Deine Politik
Aufstehen wird die Bundestagswahl mit einer Kampagne begleiten. Ihr Herzstück ist eine digitale Plattform, über die man sich mit Vorschlägen einbringen, darüber diskutieren und Forderungen unterstützen kann. Ich bin gespannt, welche Ideen eingebracht und am Ende als zentrale Forderungen ausgewählt werden - machen Sie mit!
Sahra Wagenknecht über die #Bürgertagswahl 2021
Terminvorschau
Heute Abend bin ich um 23.15 Uhr zu Gast in der Talkshow von Markus Lanz
Am Sonntag, den 18. April um 22.50 Uhr zeigt der MDR den Film “Wagenknecht” der Regisseurin Sandra Kaudelka, die mich über zwei Jahre ganz nah mit der Kamera begleitet hat.
Wagenknecht | MDR.DE Wagenknecht | MDR.DE
Am Samstag, den 24. April um 18.30 Uhr diskutiere ich mit Kevin Kühnert über mein neues Buch. Ihr könnt die Veranstaltung über meine Kanäle aber auch über Campus im livestream verfolgen:
Campus Live - Sahra Wagenknecht trifft Kevin Kühnert
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Sahra Wagenknecht. MdB | Platz der Republik 1 | 11011 Berlin | sahra.wagenknecht@bundestag.de