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Menschenleben zählen nicht - der große Profit der Pharmakonzerne

Revue
 
Endlich mal eine gute Nachricht: Die in Deutschland derzeit verfügbaren Impfstoffe scheinen auch gege
 

Sahra Wagenknecht

28. Januar · Ausgabe #133 · Im Browser ansehen
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Endlich mal eine gute Nachricht: Die in Deutschland derzeit verfügbaren Impfstoffe scheinen auch gegen die neuartigen Mutationen des Coronavirus zu wirken. Die schlechte Nachricht: Es ist nicht genug von diesen Impfstoffen verfügbar, um alle Menschen, die dies wünschen, in überschaubaren Zeiträumen zu impfen. Und ausgerechnet ältere Menschen, die eine sichere Impfung am dringendsten brauchen, wurden in den Studien der Pharmakonzerne auch kaum berücksichtigt. Wieder einmal hat die Bundesregierung große Versprechungen gemacht, die sich nun in Luft auflösen. Mit 750 Millionen Euro an öffentlichen Steuergeldern wurden allein in Deutschland im letzten Jahr diverse Pharmakonzerne subventioniert, damit sie Impfstoffe herstellen. In der gesamten EU wurden über 6 Mrd. Euro an öffentlichen Geldern bereit gestellt. Doch nun weigern sich diese Konzerne, genügend Impfdosen zu liefern. Dabei wäre es an sich kein Problem, die Produktionskapazitäten schnell und massiv auszuweiten. Doch weil sich dies für die Pharmakonzerne nicht rechnet, bleiben derartige Investitionen aus. Aus denselben Profitgründen werden Patente nicht freigegeben, so dass auch andere Hersteller weltweit nicht in der Lage sind, diese Impfstoffe zu produzieren.
Es sind nicht die fehlenden Kapazitäten, es ist die Komplizenschaft der Politik mit der Pharmaindustrie, die für die Knappheit an Impfstoff und die hohen Kosten verantwortlich ist. Außerdem rächt sich jetzt, dass die Politik einseitig auf Impfstoffe gesetzt hat, während die Erforschung von wirksamen Medikamenten gegen Covid-19 nicht gefördert wurde und wird.
Mein Video der Woche über das Impfstoffchaos und warum wir den Pharmakonzernen, die schon in der Vergangenheit über Leichen gegangen sind, wenn es nur hohen Profit brachte, nicht länger Schlüsselentscheidungen über unser Leben und unsere Gesundheit überlassen dürfen:

Menschenleben zählen nicht – Der große Profit der Pharmakonzerne
Politischer Jahresauftakt der Linksfraktion
Unser Land driftet auseinander. Menschen sterben in den Pflegeheimen - auch weil die Bundesregierung zu wenig gegen den Pflegenotstand getan hat. Beim politischen Jahresauftakt der Linksfraktion beantworte ich Fragen von Sergej Lochthofen über die Corona-Krise, die Perspektiven für einen Politikwechsel und meine Pläne, wie ich zu diesem Politikwechsel beitragen möchte:
Jahresauftakt 2021, Interview mit Sahra Wagenknecht
Die Corona-Politik macht Amazon noch mächtiger
Mit willkürlichen Zahlen begründet die GroKo eine irrationale Politik, die für viele kleine Unternehmen und Künstler das Aus bedeutet. Amazon wird immer mächtiger, ärmere Kinder werden in der Schule völlig abgehängt. Mein Interview im Wochentester-Podcast:
Wagenknecht im „Wochentester“-Podcast: „Corona macht Amazon mächtiger“ | Kölner Stadt-Anzeiger Wagenknecht im „Wochentester“-Podcast: „Corona macht Amazon mächtiger“ | Kölner Stadt-Anzeiger
Vermögensabgabe für die Super-Reichen
Krise? Welche Krise? Der Eigentümer von Lidl und Kaufland, Dieter Schwarz, dürfte davon jedenfalls nicht viel gemerkt haben. Er steigerte sein Vermögen in den Jahren 2019-2020 von 22,6 auf 36,8 Milliarden Euro. Und er ist nicht der einzige, der aus der Krise noch ordentlich Profit machen konnte. In Deutschland gibt es jetzt mehr Milliardäre als vor der Pandemie. Die zehn reichsten Männer der Welt konnten ihr Vermögen seit Februar 2019 um fast eine halbe Billion US-Dollar steigern. Allein von diesem Gewinn ließen sich Covid-Impfungen für die gesamte Weltbevölkerung bezahlen, hat die Organisation Oxfam vorgerechnet. Gleichzeitig schätzt die Organisation, dass durch die Pandemie im letzten Jahr mindestens 6000 Menschen zusätzlich in Asien und Afrika an Hunger gestorben sind - jeden Tag! Diese Wirtschaft tötet, hat schon Papst Franziskus beklagt. Damit das nicht so weitergeht, müssen wir für eine andere Wirtschaftsordnung kämpfen. Es kann doch nicht sein, dass die Milliardäre hierzulande absahnen, weil ihre Firmenanteile und Renditen vom Staat im Notfall schnell und großzügig abgesichert werden – während viele kleine Unternehmen und von der Krise Betroffene bis heute auf jegliche Hilfe warten und vor dem Ruin stehen. Es ist endlich an der Zeit zu fragen, wer für die Kosten der Krisenbewältigung aufkommen sollte: Wir brauchen eine Vermögensabgabe für Milliardäre und Multi-Millionäre!
US-Atomwaffen aus Deutschland abziehen
Das Atomwaffenverbot der Vereinten Nationen tritt endlich in Kraft. Mehr als 50 Staaten haben einen entsprechenden Vertrag unterzeichnet. Doch ausgerechnet Deutschland und die anderen NATO-Staaten sind nicht dabei. Ich finde das skandalös, denn je weiter Atomwaffen verbreitet werden, desto höher die Gefahr, dass sie einmal eingesetzt werden. Daher spricht sich auch eine überwältigende Mehrheit von rund 90% in Deutschland für ein Atomwaffenverbot aus. Schon vor 10 Jahren forderte der Deutsche Bundestag, dass die letzten US-Atomwaffen auf deutschem Boden verschwinden sollen. Doch statt sich dafür einzusetzen, bemüht sich die Bundesregierung um “nukleare Teilhabe” im Rahmen der NATO - die in der Praxis so aussähe, dass unberechenbare US-Präsidenten über den Einsatz von Atomwaffen entschieden, während sich am Abwurf der todbringenden Bomben deutsche Soldaten beteiligen dürften. Außerdem duldet die Bundesregierung, dass die US-Atomwaffen mit Unmengen an Geld “modernisiert” werden, was die Hemmschwelle für ihren Einsatz weiter herabsenkt. Ich finde diese Politik verantwortungslos und fordere die Bundesregierung eindringlich auf, dem UN-Atomwaffenverbot beitreten und sich für einen Abzug der Atomwaffen aus Deutschland stark zu machen!
Sahra Wagenknecht
Ein wichtiger Erfolg der #Friedensbewegung: #Atomwaffen sind jetzt illegal. Die #GroKo sollte den #Atomwaffenverbotsvertrag der #UN schleunigst unterzeichnen und dafür sorgen, dass US-#Atomwaffen endlich aus Deutschland abgezogen werden! https://t.co/WRBgu4SpWM
Gesundheit ist keine Ware
Gesundheit darf keine Ware sein. Doch die Politik hat in den letzten 20 Jahren ganz bewusst die Privatisierung von Krankenhäusern, den Abbau von Personal und Betten, die Konkurrenz zwischen Kliniken und die Schließung vermeintlich “unrentabler” Krankenhäuser gefördert. 2009 gab es in Nordrhein-Westfalen noch 413 Krankenhäuser, zehn Jahre später nur noch 341. Und der Trend zur Schließung von Krankenhäusern setzt sich sogar in der Pandemie verstärkt fort. Im zweiten Video der Kampagne “Du hast das Wort” von DIE LINKE. NRW hören wir von Pflegekräften, warum es falsch ist, mit Gesundheit Profit machen zu wollen:
210115_DHDW_film11_16by9 on Vimeo
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