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Vergessen und zunehmend verzweifelt: Kinder und Familien

Revue
 
 

Sahra Wagenknecht

4. Februar · Ausgabe #134 · Im Browser ansehen

Das ist der Newsletter von Sahra Wagenknecht, MdB. Darin informiere ich über sozial- und friedenspolitische Themen – im Bundestag und im ganzen Land. Du erhältst jeden Donnerstag eine Aktionsmail mit Informationen und Vorschlägen zum Mitmachen.


Nach wie vor sterben viele Menschen in Alten- und Pflegeheimen am Coronavirus, riesige Impfzentren stehen leer, weil die Bundesregierung bei der Beschaffung von Impfstoff versagt hat, die personelle und technische Ausstattung der Gesundheitsämter ist nach wie vor mangelhaft, immer mehr Kinder verlieren den Anschluss, weil Schulen und Kitas geschlossen sind und die Kontakte zu anderen Familien streng beschränkt wurden - trotzdem behauptet die Kanzlerin, es sei doch bislang alles ganz gut gelaufen. Und ganz nebenher erwähnt sie, dass Menschen, die aus welchen Gründen immer ein Impfangebot ablehnen, dann womöglich bestimmte Dinge nicht mehr machen können. Was meint sie damit? Wird es also doch eine Art Impfpflicht für gewisse Berufsgruppen geben, werden Urlaubsreisen oder Konzertbesuche künftig nur noch möglich sein, wenn man eine Impfung vorweisen kann? Und warum gibt es nicht mehr Unterstützung und Hilfen gerade für ärmere Familien und all die Kinder, die unter der aktuellen Situation besonders leiden müssen? Warum unternimmt die Bundesregierung nichts gegen die wachsende Bildungsungerechtigkeit, dagegen, dass immer mehr Kinder in ihrer Entwicklung nicht nur behindert, sondern geradezu abgehängt werden? In meinem Video der Woche spreche ich über die konzeptionslose Politik der Bundesregierung und über die Folgen, die der Endlos-Lockdown gerade für Kinder aus schwierigen Verhältnissen hat:

Wagenknecht contra Merkel: Warum auch der Lockdown krank macht
Planlos und selbstgerecht
Im MDR-Podcast spreche ich über die verfehlte Impfstrategie, den Auftritt von Kanzlerin Merkel in der ARD und warum ich über das planlose Vorgehen der Regierung und deren abgehobene Selbstgerechtigkeit zunehmend entsetzt bin:
Wagenknecht: Merkel-Auftritt war enttäuschend | MDR.DE Wagenknecht: Merkel-Auftritt war enttäuschend | MDR.DE
Soziale Themen in den Mittelpunkt rücken
Corona hat die soziale Ungleichheit vergrößert und viele Fehlentwicklungen der letzten Jahre aufgedeckt. Mein Interview in der Welt über die bedrohliche Spaltung der Gesellschaft, über Selbstgerechtigkeit, moralische Empörung und zunehmende Intoleranz in öffentlichen Debatten und warum wir soziale Themen in den Mittelpunkt rücken und Politik für jene machen müssen, die sonst gar keine Lobby haben.
„Im Mittelpunkt unserer Politik müssen soziale Themen stehen“ (Sahra Wagenknecht (DIE LINKE)) „Im Mittelpunkt unserer Politik müssen soziale Themen stehen“ (Sahra Wagenknecht (DIE LINKE))
Corona-Krise - wer zahlt die Zeche?
Die Corona-Krise kostet den Staat Hunderte Milliarden: ausgefallene Steuereinnahmen, Rettungs- und Hilfspakete, Notfallmaßnahmen etc. - von den nötigen Kosten für mehr Personal im Gesundheits- und Bildungswesen ganz zu schweigen. Spätestens nach den Bundestagswahlen wird es um die Frage gehen: Wer zahlt die Zeche dafür? Antworten gebe ich im Video von Aufstehen:
aufstehen fragt Sahra #3: Wer bezahlt die Corona-Zeche?
Weiter so mit dem Privatisierungswahnsinn?
Die Kosten der Corona-Krise steigen. Da die Union von einer Vermögensabgabe oder höheren Steuern für Reiche nichts wissen will und gleichzeitig stur an einer unsinnigen Schuldenbremse festhält, hat Wirtschaftsminister Altmaier nun vorgeschlagen, das “Tafelsilber des Staates zu Geld“ zu machen. Dabei erleben wir doch gerade, welche fatalen Folgen es hat, wenn man öffentliche Infrastruktur privatisiert. Sind die unterbesetzten und kaputtgesparten Krankenhäuser schon vergessen? Die Pflegeheime, die so sehr auf Profit getrimmt wurden, dass kaum die nötigen Hygienemaßnahmen eingehalten werden können - von Zeit für individuelle, würdevolle Betreuung gar nicht zu reden? Die Krise zeigt uns doch gerade, wie sehr die neoliberale Profitlogik systemrelevante Branchen zerstört hat. Statt diesen Kurs noch zu verschärfen, müssen endlich jene zur Verantwortung gezogen werden, die in der Krise noch profitierten!
Wer wird für die Kosten der Corona-Krise... - Sahra Wagenknecht | Facebook Wer wird für die Kosten der Corona-Krise... - Sahra Wagenknecht | Facebook
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Sahra Wagenknecht. MdB | Platz der Republik 1 | 11011 Berlin | sahra.wagenknecht@bundestag.de